Deutschland, Strafvollzug, Länder wollen offensichtlich keine weiteren Corona Einschränkungen vornehmen

Weitaus umsichtiger als noch zu Beginn der Pamdemie, haben die Länder hinsichtlich des Bereichs Strafvollzug gelernt, mit den Zuständen zurechtzukommen. Die massiven Auswirkungen der seinerzeit vorgenommenen Einschränkungen, insbesondere die sehr hohen suizidfälle, haben gezeigt, das dieser Zustand auf Dauer nicht praktikabel sein kann. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass die Länder nun weitaus umsichtiger vorgehen und keine weiteren Einschränkungen vornehmen wollen. Jedoch muss angemerkt werden, das es bis heute noch nicht in allen Ländern den Zustand gibt, der vor dem pandemiegeschehen herrschte.

    Kommentare 2

    • In der JVA Aichach, Offener Vollzug, ist wieder alles zu, soger Urlaub aus besonderem Anlass (Ableben der Mutter einer Inhaftierten) wurde aus Corona-Hygienegründen abgelehnt.
      Es gab nicht mal einen paar Stunden Ausgang um an der Beerdigung teil zu nehmen, statt dessen eine Ausführung mit anschließender Quarantäne.

      Die Vorbereitung der Beerdigung intressierte die JVA-Leitung wenig. Eine Beerdigung kann man ja per Telefon organisieren....

      Klar, in dem man für jedes Telefonat, mühsam vorher einen Antrag beim Sozialdienst zur Genehmigung einreichen muss.
      Blumenschmuck, Sarg aus suchen, Todesanzeige schalten, das geht ja auch so toll per Telefon....
      Kinder trösten....
      sich am noch geöffneten Sarg ohne Publikum von der Mutter verabschieden....

      Ich finde es einfach unmenschlich, was im christlich-katholisch und scheinheiligen Bayern im Justizvollzug abläuft.

      Es wird einer Inhaftierten nicht mal 1 - 2 Tage Zeit zur Trauer im Kreise der Familien gegeben,
      obwohl, die Inhaftierte freiwillig, trotz doppelter Impfung, anschließend in Quarantäne gehen wollte.
      Das wurde abgelehnt, Begründung: zu wenige Quarantäne-Plätze!!
      Aber nach den 4 Std Ausführung (
      Je 1 Std Fahrt Hin und Zurück), musste sie trotzdem in Quarantäne!

      Da versteht man die Welt nicht mehr!

      Laut Aussage vom JM Baden-Württemberg, gibt es dort noch sämtliche Lockerungen, Ausgänge und Urlaube, und sogar noch 2x4Std Besuchszeit im offenen Vollzug im Monat.
      In Aichach gibt es im offenen Vollzug derzeit keine Lockerungen und nur eine Stunde Besuch im Monat, währen es im geschlossenen Vollzug 2 x 1 Std Besuch gibt!!!!

      Wenn der Tod der Mutter, kein besonderer Anlass ist, zu dem es Sonderurlaub geben sollte was ist denn dann noch ein besonderer Anlass?????
    • stimmt. an den vor 18 Monaten getroffenen Regelungen hat sich nichts geändert.
      Beispiel: JVA Kaisheim - 2 doppelt geimpfte Personen sitzen sich hinter 4 cm Plexiglas mit FFP2 Maske gegenüber. Körperkontakt ist seit 18 Monaten nicht möglich. Es gibt neue Väter die durften bislang ihre Babies nicht berühren!
      Das die Scheibe ( ohne BTMG Hintergrund ) je wieder wegkommt glauben selbst die Beamten nicht. "Ist doch gut so und teuer wars auch..."

      Besuchszeiten wurden reduziert, wird auch nicht wieder angepasst. Warum denn? Besucher stören und das wird immer wieder deutlich kommuniziert.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.