Niedersachsen, JVA Hannover, JVA gewährt Gefangenen unvergesslichen Ausgang

erneut ist es nun zu einem weiteren Vorfall gekommen, der uns staunend zurücklässt . Ein seit 27 Jahren Inhaftierter wollte am 26.08.2021 seinen monatlichen Ausgang absolvieren. Er sollte von einem JVA Mitarbeiter begleitet werden. Als er mit dem Mitarbeiter die Anstalt verließ, wartete dort schon eine weitere Mitarbeiterin, die den Ausgang auch begleiten wollte. Begleitet wurde er von dem Mitarbeiter, über den PrisonWatch bereits wiederholt berichtet hatte. Hier die Artikel "Grillparty" und Vorfälle bei einer Begleitung eines Gefangenen in der MHH Anfang 2021. Im Zusammenhang mit diesem Gefangenen haben wir ebenfalls berichtet. Hier der Artikel "Anstaltsleiter will gerichtliche Entscheidungen nicht umsetzen". Nach wenigen Metern knickte der Gefangene, als er den Bordstein betreten wollte, etwas um. Darauf habe der JVA Mitarbeiter geäußert, das er wohl betrunken sei. Die JVA Mitarbeiterin stimmte dem zu und der Ausgang wurde nach wenigen Minuten abgebrochen. In der Anstalt musste sich der Gefangene zweimal einem Alkoholtest unterziehen. In beiden Fällen war das Ergebnis Null. Trotz dessen wurde der Ausgang nicht vortgeführt, der Gefangene sollte nun auch noch eine Urinprobe abgeben. Auch das tat er. Aber natürlich wird die JVA nun abstreiten, dass das in irgendeinem Zusammenhang mit dem steht, worüber PrisonWatch wiederholt berichtet hat. Wir halten einen solchen Umgang für einen Skandal.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.