Bayern, JVA Regensburg, Rekord: 148 Haftbefehle gegen 29-jährige deutsche

Die 29-jährige saß am Steuer eines Autos, für das kein Versicherungsschutz vorlag, so die Polizei. Bei der Überprüfung stellten die Polizisten dann die Haftbefehle fest -wegen nicht bezahlter Verkehrsordnungswidrigkeiten von insgesamt 10.000 Euro. Der auf dem Beifahrersitz sitzende Ehemann wurde wegen Betrugs mit einem Haftbefehl gesucht. Die Frau soll nun für 188 Tage in die JVA Regensburg, ihr Mann für 100 Tage in die JVA Passau.

    Kommentare 1

    • 148 Haftbefehle sind krass, aber die Kosten für die Inhaftierung(en) überschreiten die offenen Forderungen bei weitem. Und gezahlt wird somit ja auch nichts davon.

      Die Sinnhaftigkeit solcher Haftstrafen erschliesst sich mir immer weniger...
      Oder braucht man auch in den JVA eine hohe Belegungsquote, wie im Hotelgewerbe?

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.