PrisonWatch, Bundesgeschäftsstelle Staatsanwaltschaft ordnet Durchsuchung des Büros von PrisonWatch an

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Durchsuchung der Geschäftsräume von PrisonWatch angeordnet. Zur Begründung führt die Staatsanwaltschaft u.a. an, das der Anfangsverdacht bestehen würde, das PrisonWatch unerlaubte Rechtsberatung begehen würde. Die Durchsuchung fand am 26. April 2021 statt. PrisonWatch hatte der Staatsanwaltschaft Hannover im Vorfeld angeboten, sämtliche Unterlagen im Beisein von Mitgliedern von PrisonWatch einzusehen, weil wir den Vorwurf ausdrücklich und belegbar abstreiten. Das wollte man offensichtlich nicht. Stattdessen wurde eine umfangreiche Durchsuchungsanordnung erlassen, an der vier Polizeibeamte, sowie eine Zeugin der Stadt teilnahm. Tatsächliche Beweismittel wurden nicht gefunden. Offensichtlich scheint es der Justiz nicht genehm zu sein, dass wir auf unsere eigene Kosten Gefangene unterstützen und dabei auch noch recht erfolgreich sind. Wir werden unsere Arbeit fortsetzen!

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.