Thüringen, Justizministerium Ministerium lehnt Verlegung eines Gefangenen aus Rheinland-Pfalz nach Thüringen alleine wegen dem Beschwerdeverhalten ab

Das thüringische Justizministerium hat einen Verlegungsantrag eines Gefangenen aus Rheinland-Pfalz nach Thüringen wegen Nähe zur Familie und besseren Besuchsmöglichkeiten, der PrisonWatch vorliegt, ausschließlich mit der Begründung abgelehnt, das dieser sich regelmäßig beschwert und dieser Gefangene somit viel Arbeit bedeute. Eine Verlegung könne daher nur stattfinden, wenn ein Gefangener aus Thüringen, der sich ebenfalls oft beschwere, im Tausch nach Rheinland-Pfalz verlegt wird. So die bemerkenswerte offizielle Begründung. Der Gefangene hat im vorliegendem Fall jedoch einen Rechtsanspruch auf die begehrte Verlegung, den das Ministerium völlig negiert, weil sämtliche Angehörigen in Thüringen leben. Zudem hat der Gefangene natürlich das Recht, sich zu beschweren, ganz gleich wie oft. PrisonWatch unterstützt den Gefangenen bei der Durchsetzung der Verlegung und wir sind zuversichtlich, die Verlegung erreichen zu können.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.