Niedersachsen, JVA Hannover, JVA Sehnde Gefangener erhält auch nach Verlegung keine ausreichende medizinische Behandlung

Der Gefangene, über den PrisonWatch zuletzt wiederholt berichtet hatte, wurde nun am 01.02.2021 aus der JVA Hannover in die JVA Sehend verlegt. Als Grundlage für die Verlegung bezog sich die JVA Hannover auf ein von ihr iniziirten Gutachten. Doch dieser Gutachter sprach nicht mit dem betreffenden Gefangenen, sondern nur mit den Mitarbeitern der JVA. Dementsprechend fiel das Gutachten aus, das man eigentlich nur als Frechheit bezeichnen kann. Über die Rückverlegung hat das Gericht noch nicht entschieden. In der JVA Sehnde erhält der Gefangene weiterhin keine adäquate Schmerztherapie. Als er sich wegen starker Schmerzen meldete, teilte ihm der Arzt mit, das er doch zwei Tage später wiederkommen solle. Das sind unfassbare Zustände. Eine ausreichende medizinische Versorgung sollte natürlich auch in Haft gewährleistet sein.

    Kommentare 1

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.