Niedersachsen, JVA Celle, Frankreich, Nantes „Maskenmann": Prozess in Frankreich

Der dreifache Kindsmörder Martin N., der „Maskenmann“, ist wegen des Verdachts, 2004 in der Bretagne einen elfjährigen getötet zu haben, nach Frankreich ausgeliefert worden. Das bestätigte das Nds. Justizministerium am 23.01.2021. Auch das französische Opfer wurde wie die deutschen Kinder Nachts aus einem Schullandheim entführt und getötet. Am 25.01.2021 soll N. dem Haftrichter in Nantes vorgeführt werden. Nach einem möglichen Prozess soll er seine Haftstrafe in Deutschland weiter verbüßen. N. verbüßt derzeit in der JVA Celle eine lebenslange Strafe. Sollte er in Frankreich verurteilt werden, hätte dies im Ergebnis keinen tatsächlichen Einfluss auf seine Straflänge. Denn es würde als Gesamtstrafe wieder nur eine lebenslange Strafe stehen. Die hat er schon. Das er wieder frei kommt, ist eher unwahrscheinlich.

    Hauptsache weggesperrt.


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