Nordrhein-Westfalen, JVA Attendorn, „Freie“ Gefangene wegen Corona

Im Attendorner Gefängnis sind 70 Strafgefangene im offenen Vollzug vorübergehend aus der Haft entlassen worden, um genügend Quarantäneräume zu haben. Wenn Straftäter ins Gefängnis kommen, müssen sie wegen der Corona-Pandemie zunächst 14 Tage von Anderen abgeschottet werden. Um Platz in den Anstalten zu schaffen, wurden deshalb auch neun Gefangene der JVA Werl vorübergehend aus der Haft entlassen. In Attendorn sitzen im Gegensatz zu Werl, vor allem Straftäter mit kurzen Haftstrafen ein.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.