Nordrhein-Westfalen, Landgericht Aachen, Betrugsprozess gegen Anwalt

In Aachen hat der Prozess gegen einen Rechtsanwalt begonnen, der im Münchner NSU-Prozess als Vertreter einer erfundenen Nebenklägerin aufgetreten war. Laut Staatsanwaltschaft erschlich sich der Angeklagte durch den Prozess in München über 211.000 € vom Staat. Der angeklagte Anwalt aus Eschweiler bestreitet die Vorwürfe. Er habe nicht gewusst, dass seine Mandantin - ein vermeintliches Opfer des NSU - Nagelbombenanschlags 2004 in Köln - erfunden war, erklärte der 52jährige. Ein verstorbener NSU-Nebenkläger habe ihm mit gefälschten Unterlagen engagiert.

    Hauptsache weggesperrt.


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