Sachsen-Anhalt, JVA Halle, Justizministerium, Staatssekretär nach Fluchtversuch in Ruhestand versetzt

Nach dem Fluchtversuch des Halle-Attentäters am Pfingstwochenende ist als weiterer Konsequenz, Justizstaatssekretär Böning in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Die Staatskanzlei erklärte, damit habe Ministerpräsident Haseloff der Bitte von Justizministerin Keding entsprochen. Böning stand wegen des Fluchtversuchs seit Tagen in der Kritik. Zuletzt hatten die mitregierenden Grünen seinen Rücktritt oder seine Entlassung gefordert. Sie erklärten, die Unterbringung des Halle-Attentäters in der JVA Halle habe in der Verantwortung von Böning gelegen.

    Hauptsache weggesperrt.


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