Sachsen-Anhalt, JVA Halle „Roter Ochse“, Landtag, Weitere Konsequenzen nach Fluchtversuch

Wegen des Fluchtversuchs des mutmaßlichen Attentäters von Halle ist die stellvertretende Anstaltsleiterin „strafversetzt“ worden. Dies sagte Justizministerin Keding im Rechtsausschuss des Landtags. die Frau arbeite ab sofort im Justizministerium. Keding machte die Zuständigen in der JVA Halle für den Fluchtversuch verantwortlich. Sie hätten die Sicherheitsvorkehrungen eigenmächtig gelockert. Trotz angeordneter strenger Bewachung sei nur sporadisch kontrolliert worden. Keding kündigte zudem an, das die Sicherheit in der JVA Halle von Experten überprüft werde. PrisonWatch hält die vorgenommene „Strafversetzung“ für rein politisch motiviert, den tatsächlich handelt es sich eher um eine Versetzung nach oben, die mit vielen Annehmlichkeiten verbunden ist.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.