Niedersachsen, JVA Hannover, JVA Hannover will Besuchsverbote und Isolation als Erfolg verkaufen

Die JVA Hannover will die Besuchsverbote aufgrund der Corona-Situation als Erfolg verkaufen. In einer Stellungnahme an das Landgericht Hannover schreibt die JVA, dass ihre Maßnahmen erfolgreich seien, denn bislang gäbe es keinen einzigen Gefangenen, der an COVIC-19 erkrankt sei. Dies mag richtig sein. Und wenn die JVA auch weiterhin die Gefangenen dermaßen von der Außenwelt isoliert, wird sie zukünftig auch behaupten können, dass es in der JVA nicht einmal mehr einen einzigen gewöhnlichen Grippefall gibt. Aber auf längere Sicht auch keinen Gefangenen mehr, der überhaupt noch soziale Kontakte nach draußen hat. Das isolieren der Gefangenen von der Außenwelt, wie es derzeit in vielen Haftanstalten praktiziert wird, hat weitaus schlimmere Folgen, als wenn es vereinzelt zu Infektionen von Gefangenen kommen würde. Denn solche Fälle ließen sich schnell isolieren und die Haftanstalten halten für solche Fälle auch bereits entsprechende Plätze bereit.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.