Deutschland, Justizvollzugsanstalten, Isolation und Besuchsverbot wegen Corona-Pandemie führen offenbar zu mehr Suiziden in den Haftanstalten

In den deutschen JVAen töten sich jährlich rund 100 Gefangene selbst. Seit dem bestehenden Besuchsverbot und der damit einhergehenden Isolation der Gefangenen, scheint die Zahl nun anzusteigen. Zwar lassen sich die endgültigen Zahlen erst am Ende des Jahres ermitteln, doch es deutet einiges darauf hin, dass das Besuchsverbot und die damit stattfindende Isolation der Gefangenen dazu führen, dass sich mehr Gefangene als sonst üblich selbst töten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Isolation enorm dazu beiträgt, das sich Gefangene selbst töten.


PrisonWatch kritisiert das Besuchsverbot massiv. Es ist naiv zu denken, dass sich das Virus aus den Haftanstalten heraushalten lässt. Das wird nicht der Fall sein. PrisonWatch vertritt zudem die Meinung, dass die derzeitigen Maßnahmen zur Abwehr weit aus schlimmere Folgen haben werden, als stattfindende Infektionen auslösen würden.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.