Niedersachsen, JVA Sehnde, erneut Razzia in der JVA Sehnde

In der JVA Sehnde gab es nach der vor einigen Monaten erfolgten spektakulären Durchsuchungsaktion, im Zuge welcher vier Bedienstete vorläufig suspendiert wurden, (PrisonWatch berichtete) am 22.11.2019 erneut eine größere Durchsuchungsaktion, bei welcher es zahlreiche Sicherstellungen gab. So wurden unter anderem 50 Liter selbsthergestellter Alkohol, ein Mobiltelefon, Drogen, Bargeld und andere Sachen sichergestellt. Die jetzige Durchsuchungsaktion war somit für die Justiz erfolgreicher, als die vor einigen Monaten durch die Polizei. Dieses Mal wurden die Durchsuchungen allerdings nicht von der Polizei, sondern von einer Spezialgruppe der niedersächsischen Justiz durchgeführte. Es ist damit zu rechnen, dass es weitere Maßnahmen gibt.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.