Hamburg, Landgericht Hamburg, Ex-Justizbeamter gesteht Überfall auf Juweliergeschäft

Ein Ex-Justizbeamter hat am 15.08.2019 einen Überfall auf ein Juweliergeschäft in Hamburg Eppendorf vor dem Landgericht Hamburg gestanden. An die Tat vom 26.02.2019 könne er sich nicht erinnern, sagte der Verteidiger des 37-Jährigen. Eigentlich habe er nur ein Hochzeitsgeschenk für seine Verlobte gesucht. Doch nach einer ersten Beratung sei er in das Geschäft zurückgekehrt. Laut Anklage soll der Mann Angestellten Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Dann habe er vier Uhren im Gesamtwert von 14.700,- € eingesteckt. Der Mann hat sich wohl bei seiner Arbeit mit den Gefangenen „anstecken“ lassen und hat es mal selbst versucht. Da hat er sich wohl die falschen Vorbilder ausgesucht, denn bei den Menschen, die sich in Haft befinden, hat es ja offensichtlich auch nicht funktioniert. Jetzt wird er die Erfahrung machen, wie es ist, selbst Gefangener zu sein.

Der Mann wurde nun am 22.08.2019 zu 4 1/2 Jahren Haft verurteilt.

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.