Nordrhein-Westfalen, JVA Kleve, Fall Amad A.: Wieder neue Spur

Erneut gibt es eine neue Spur im Fall Amad A. (PrisonWatch berichtete wiederholt). Eine Sachbearbeiterin der Kreispolizei Siegen soll am 04.. Juli 2018 einen Datensatz im polizeilichen Auskunftssystem „VIVA“ geändert und damit die fatale Fehlerkette in Gang gesetzt haben, die A. ins Gefängnis brachte. Der Verdacht wurde dem WDR am 06.05.2019 aus Landtagskreisen bestätigt. Wochenlang hatte Amad A. (26) in Kleve unschuldig im Gefängnis gesessen und laut Sachverständigen schließlich einen Brand in seiner Zelle gelegt haben. Infolge der Verletzungen starb er.

    Kommentare

    Hauptsache weggesperrt.


    Die Situation der Gefangenen in Deutschland bleibt weitgehend unbeobachtet. Das Strafvollzugssystem ist ein in sich geschlossenes System, dass allenfalls Aufmerksamkeit findet, wenn gravierende Vorfälle geschehen. PrisonWatch durchbricht diese Schranken, indem auf die Situation der Gefangenen aufmerksam gemacht wird. In ausführlichen Berichten wird die Situation des Strafvollzuges dargestellt und ergangene Rechtsprechung besprochen und kommentiert.